Sekundäre Pflanzenstoffe - wichtig für und in der Natur
Die vorbeugende Wirkung der Aronia gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt geht auf spezielle sekundären Pflanzenstoffe in den Beeren zurück. Die Hobbythek hat in der Vergangenheit schon öfter über sekundäre Pflanzenstoffe berichtet und sie z. B. im Zusammenhang mit anderem Obst und Gemüse vorgestellt. Auch hier geben sie den Früchten die schönen Farben. Die sekundären Pflanzenstoffe verhelfen der Pflanze außerdem auf besondere Weise, gesund zu bleiben. Anders als Menschen und Tiere können Pflanzen praktisch keine Stoffe ausscheiden, sie haben weder Urin noch Kot.

Stattdessen lagern sie die Stoffwechselendprodukte in Form der sekundären Pflanzenstoffe in den Früchten oder auch in anderen Pflanzenteilen ab. Manche dieser Stoffe riechen oder schmecken für Ungeziefer so unangenehm, dass die Pflanze von Läusen und anderen Parasiten verschont bleibt, wie beispielsweise der Lavendel oder eben die Aronia, welche aus diesem Grund überhaupt nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden muss.


Die auffallend leuchtende Farbe mancher Beeren leistet der Pflanze aber auch in Bezug auf ihre Ausbreitung gute Dienste, denn sie lockt besonders Vögel an. Die Beeren werden von den Vögeln gefressen und die Kerne, also die für die Vermehrung der Pflanze wichtigen Samen, werden von diesen wieder ausgeschieden. Zu diesem Zeitpunkt ist der Vogel meist schon ein gutes Stück weit geflogen, so dass die Pflanze in dem Vogel einen idealen "Verbreitungshelfer" gefunden hat, den sie dafür mit den leckeren Beeren belohnt.

Anthocyane und Polyphenole

Die Gemeinsamkeit der blauen Trauben, aus denen der Rotwein hergestellt wird, und den Aroniabeeren sind die schon optisch auffallenden Farbstoffe, die die Früchte fast schwarz-blau und den Saft leuchtend dunkelrot erscheinen lassen. Es handelt sich um die sekundären Pflanzenstoffe Anthocyane, aus der Gruppe der Polyphenole. Anthocyan kommt von Antho und das steht für Blüte oder Schmuck, und Cyan weist auf eine leuchtend schwarz-blaue Farbe hin. Den Anthocyanen verdankt die Frucht nicht nur ihre Farbe sondern auch ihren Geschmack. In der Aronia sind die Anthocyane besonders stark angereichert, sie sind sogar in mehr als dreifacher Menge gegenüber den blauen Trauben konzentriert. Andere Früchte wie Erdbeeren, Kirschen, rote oder schwarze Johannisbeeren werden noch weiter übertroffen.

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