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Alnus glutinosa - Schwarzerle oder Roterle

Steckbrief
Wuchshöhe
10 m bis 20 m
Wuchsbreite
8 m bis10 m
Zuwachs/Jahr
30 bis 40 cm
Wurzelsystem
Herzwurzler
Blütenmonat
März- April
Blütenfarbe
bräunliche Kätzchen
Früchte
Zapfen
Blattfarbe
dunkelgrün
Blattphase
laubabwerfend
Standort
sonnig bis halbschattig
Boden
anspruchslos, frisch bis feucht
Verwendung
Solitär 
Winterhärte
sehr gut
Besonderes
im Alter malerische Krone
Alnus glutinosa  

Die Schwarzerle oder Roterle

Die Rinde dieser einheimischen Erle ist schwarzbraun, die Blätter haben abgerundete Spitzen. Die rötlich-gelben Blütenkätzchen erscheinen im März/April, die zapfenähnliche Frucht im Herbst.

Die Schwarzerle liebt feuchte, tiefgründige Böden, verträgt viel Feuchtigkeit, allerdings kein Stauwasser und wächst nicht auf kalkhaltigen Böden.

Detaillierte Pflanzenbeschreibung: 

Alnus glutinosa ist ein mittelgroßer Laubbaum, der im Jahr 2003 „Baum  des Jahres“ war. Dieses Pioniergehölz wird gern in Einzel- wie auch als Gruppenpflanzung  an Gewässern  oder zur Begrünung an feuchten Standorten eingesetzt. Die Schwarzerle wächst in der Jugend schlank aufrecht und entwickelt später eine kegelförmige lockere Krone.  Dieser sommergrüne Baum kann eine Höhe von 10 - 20 m  erreichen, die ovalen leicht gesägten Blätter sind langgestielt ohne Blattspitze, sie fallen im Herbst ohne Herbstfärbung.
 
Im Frühjahr blüht die Schwarzerle mit auffälligen männlichen Kätzchen und weiblichen unscheinbaren Blüten. Im Herbst bilden sich daraus dunkelbraune zapfenähnliche Früchte. Die Rinde dieser Erle wurde früher zum Schwarzfärben von Leder und  der Zapfen zur Herstellung von Tinte verwendet, daher leitet sich der deutsche Name ab. Heute wird das Holz der Schwarzerle zum Möbelbau, als Sperrholz und zur Herstellung von Bleistiften  genutzt.
 
Alnus glutinosa ist in einigen Regionen auch unter den Namen Eller oder Elsa bekannt. In Venedig stehen viele Häuser auf den Stämmen der Schwarzerle, da sie sehr nässeunempfindlich sind.

 


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Sie können hier eine Frage zu dieser Pflanze stellen: "Alnus glutinosa - Schwarzerle oder Roterle "

Die Fragen werden von unseren Gärtnern gerne beantwortet. Bitte klicken Sie dafür unten auf den grünen Link.                 

 
Hallo Baumschule Eggert,
ich habe eine Frage bezüglich des Rückschnitt der Schwarzerle. Wir haben auf unserem Grundstück einige Erlen sowie Silber-Weiden. Da wir die Bäume nicht so sehr in die Höhe wachsen lassen wollen (sonst wird unser ohnehin schon kleines Grundstück sehr dunkel) - ist es möglich die Erlen (und auch die Weiden) alle paar Jahre mal wieder zu schneiden, so dass sie vielleicht nicht größer als 5 m werden? Oder werden uns die Bäume dann im Laufe der Zeit eingehen?
Moinmoin,
sowohl Erlen als auch Weiden lassen sich gut beschneiden und sogar auf den Stock setzen, wenn nötig. Man kann sie daher durch regelmäßigen Schnitt problemlos auf 5 m Höhe halten.
Grundsätzlich empfiehlt sich, lieber etwas öfter zu schneiden, damit die Schnittwunden nicht so groß werden. Verkraften tun Weiden und Erlen aber beides.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Baumschule Eggert
Eintrag hinzugefügt am 29.12.2016
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe auf meinem Grundstück nach Aufforderung des Landratsamtes die PFLICHT ein Biotop entlang eines Baches herzustellen. Länge am Bachufer ca. 35 m, Breite ca. 5 m. Der Bach liegt steil ca. 1,5 bis 2 m tiefer, die Biotopbepflanzung erfolgt jedoch nicht am Steilhang, sondern oben auf der ebenen Fläche + Kantenstufe, Der Boden scheint mir extrem versichtet zu sein + Wurzelwerk zahlreicher vorhandener Sträucher und Bäume.
Es werden Pflanzen zur Auswahl vorgegeben, dabei sollen davon möglichst viele verschiedenen angepflanzt werden (Artenvielfalt).
Meine Fragen: Welche Pflanzen sind mit welchen im Wechsel sinnvoll, welche Pflanzengrößen, welche Abstände in Länge und Breite des 35 x 5 m Biotopbereiches. In Richtung Bach können die Pflanzen von mir aus ruhig höher werden, in die andere Richtung (Haus/Haus) soll mein Grundstück nicht optisch verkleinert werden. Hier die Pflanzenvorgabe des Landratsamtes als Auswahlliste: Feld-Ahorn, Schwarz-Erle, Roter Hartriegel, Gewöhnliche Hasel, Gewöhnliches Pfaffenkäppchen, Gewöhnliche Esche, Robinie, Silber-Weide, Weide, Gewöhnlicher Schneeball.
Im Voraus vielen Dank für Ihre Rückantwort mit Vorschlag/Beratung!
Moinmoin,
zunächst einmal hat die Robinie in der List für ein Biotop nichts zu suchen - sie ist nicht einheimisch und als invasiv bekannt. Von den Bäumen (Feldahorn, Schwarzerle, Esche und Silberweide) sollte man nur wenige Einzelexemplare pflanzen, da sie z.T. recht groß werden, und die Zwischenräume mit den Sträuchern (Roter Hartriegel, Hasel, Pfaffenhütchen, Schneeball) füllen. Zu welcher Kategorie die "Weide" gehört, ist ohne den botanischen Namen nicht einzuschätzen. Die Abstände zwischen den Bäumen sollte ca. 5-6 m betragen, zwischen den Sträucher ca. 1,5 m. Die Bäume und Sträucher sind beliebig kombinierbar, da gibt es keine Unverträglichkeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Eintrag hinzugefügt am 21.09.2015
 
Hi,
unsere Schwarzerle bekam nach ein paar heißen Tagen (über 30 Grad) braune Blätter, und diese fielen auch ab. Lag das an der Trockenheit?
Habe den Baum letztes Jahr gekauft und eingepflanzt. Können braune, abfallende Blätter bei der Schwarzerle noch andere Ursachen haben?
Danke und VG!
Wenn eher die älteren, unteren bzw. inneren Blätter der Schwarzerle, Alnus glutinosa, braun wurden und abfielen, wird wohl die Trockenheit Schuld gewesen sein. Wenn es sich aber eher um die frischen Blätter an den Triebspritzen handelt, dann könnte es sich auch um eine Pilzerkrankung namens Kräuselkrankheit (Taphrina tosquinetii) handeln. Dabei verformen sich die Blätter zunächst kräuselig-blasig und werden schließlich abgeworden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Baumschule Eggert
Eintrag hinzugefügt am 23.06.2014
 
Hallo,
bei uns in der Hecke haben sich 2 Erlen eingefunden (versamt). Wie ist das mit Schneiden? Erle ist ja nicht gerade ein Heckenbaum, würde aber in voller Grösse zu hoch. Der Standort ist aber schon richtig (Boden nass).
Die Erlen, alnus glutinosa, können mit dem normalen Heckenschnitt einfach mitgeschnitten werden. Doch erscheint es mir nicht ratsam, fremde, ausgesamte Pflanzen in einer formalen Hecke zu belassen, da sie durch ihre unterschiedliche Blattstruktur und Wuchsverhalten das Gesamtbild der Hecke stören.
Haben Sie eine lockere Blütenhecke so können Sie die Erlen sicherlich durch entsprechenden Schnitt für einige Zeit auf gewünschter Höhe halten. Wahrscheinlich werden Sie aber irgendwann dadurch zu knorrig und kurzlebig und entsprechend dann unansehnlich.
Der Schnitt erfolgt in der Winterruhe und jähriges Holz wird dabei zurückgeschnitten. Der Schnitt in altes Holz sollte vermieden werden.
Mit freundlichen Grüßen C.Kulp
Eintrag hinzugefügt am 28.05.2011

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